Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG)


In Ainring, Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Laufen und Teisendorf sind die Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften in so genannten Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Sanität organisiert.

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Die BRK-Wasserwacht zeichnet im Berchtesgadener Land für den Wasserrettungsdienst verantwortlich. Die Einsatzkräfte in Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Laufen sind in so genannten Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Wasserrettung organisiert.


Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Betreuung ist in Teisendorf und Ainring stationiert.


Helfer der SEG Sanität


Helfer der SEG Wasserrettung



SEG Betreuung bei der Teeausgabe

Die Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften und der BRK-Wasserwacht sind im Berchtesgadener Land in so genannten Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´en) organisiert. Mit den SEG´n Sanität und Betreuung beteiligt sich das BRK an der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr im Katastrophenschutz des Berchtesgadener Landes. Die SEG´n Wasserrettung sind vorrangig über das Bayerische Rettungsdienstgesetz (BayRDG) definiert.

Bei Unfällen und Unglücken aller Art schnelle Hilfe zu leisten, ist die Aufgabe des Rettungsdienstes. Wenn es aber mehr Verletzte und Betroffene gibt, als der Rettungsdienst ordnungsgemäß versorgen kann, alarmiert die Leitstelle die freiwilligen Helfer der SEG´n Sanität und Betreuung. Die BRK-Bereitschaften halten für Großschadensfälle aller Art zusätzliche Fahrzeuge und Ausrüstung bereit, die vorrangig über Spendengelder finanziert werden.

Eine Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) ist eine Gruppe von Helfern. Sie ist so ausgebildet und ausgestattet, dass sie bei einem Großschadensereignis oder außergewöhnlichen Ereignissen Verletzte, Erkrankte sowie andere Geschädigte oder Betroffene versorgen kann.
(DIN 13050:2002-09)

SEG-Grunglagen:
BRK-Richtlinie für SEG San und BtD: BRK-Richtlinie für SEG San und BtD
SEG´n der BRK-Wasserwacht: SEG´n der BRK-Wasserwacht


Innerhalb des komplexen BRK-Hilfeleistungssystems greifen SEG´n entweder wie bei der Wasser- und Bergrettung primär in das Einsatzgeschehen ein (Rettungsdienst), oder stellen für den Betreuungsbereich und das Sanitätswesen (Katastrophenschutz) ergänzende Komponenten bereit.


Helfer der SEG Sanität versorgen an der Patientenablage einen Verletzten


Einsatzkräfte der SEG Wasserrettung retten einen verunfallten Taucher


Sichtung am Behandlungsplatz


Die SEG Sanität führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoff
geräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle


Die Personalstärke und die Ausstattung der SEG Sanität ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt


Behandlungsplatz mit Druckluftzelten

Die Schnell-Einsatz-Gruppe Sanität (SEG San, Personalstärke 1 / 9) unterstützt die ärztliche Versorgung bei einer Vielzahl von Verletzten und Kranken. Sie stellt ergänzende Transportkapazitäten bereit und gliedert sich in Arzttrupp und Transporttrupp.

Die Schnell-Einsatz-Gruppe Sanität

  1. führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten
  2. errichtet Patientenablagen und Behandlungsplätze
  3. sucht ggf. nach Verletzten und führt deren Erstversorgung durch
  4. versorgt und betreut Verletzte bis zu deren Abtransport
  5. versorgt die leicht verletzten Betroffenen und entlastet dadurch den Rettungsdienst
  6. arbeitet als taktische Einheit des Sanitätsdienstes bei Gefahrgutunfällen
  7. nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut diese bis zur Übernahme durch den Betreuungstrupp der Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung

Versorgungskapazität
Die Personalstärke und die Ausstattung der SEG Sanität ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. Sie arbeitet eng mit dem Rettungsdienst zusammen. Sie kann in der ersten Phase

  1. bis zu maximal 100 Menschen betreuen oder
  2. zwei bis drei schwer Verletzte
  3. vier bis fünf mittelschwer Verletzte
  4. zwölf leicht Verletzte versorgen.


Behandlungsplatz (BHP) der BRK-Bereitschaften: SEG-Sanität und SEG-Betreuung im Einsatz


Die SEG Sanität errichtet Patientenablagen und Behandlungsplätze


Teeausgabe auf der Autobahn


Der Betreuungstrupp leistet den Betroffenen überall dort Hilfe, wo sie sich aufgrund der Situation aus eigenem Vermögen nicht selbst helfen können


Betreuungskombi im Einsatz


Teeausgabe durch die SEG Bt


Einsatzindikation für die SEG Bt: Gebäudebrand mit Betroffenen

Die Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung (SEG Bt) betreut bedürftige und obdachlose Menschen. Sie unterstützt bei der Versorgung Betroffener mit den Gütern des dringendsten, täglichen, persönlichen Bedarfs. Sie versorgt bedürftige Menschen mit Verpflegung. Die SEG Betreuung gliedert sich in
einen Betreuungstrupp und einen Verpflegungstrupp.

Der Betreuungstrupp

  1. leistet den Betroffenen überall dort Hilfe, wo sie sich aufgrund der Situation aus eigenem Vermögen nicht selbst helfen können
  2. betreut und versorgt hilfsbedürftige Menschen mit lebensnotwendigen Versorgungsgütern
  3. sorgt für einfache Verpflegung und führt in Zusammenarbeit mit dem Verpflegungstrupp den Verpflegungseinsatz durch
  4. sorgt für vorübergehende Unterbringung von Betroffenen
  5. sichert die sozialen Belange der Betroffenen
  6. führt bis zum Eintreffen der Kriseninterventionsdienste die Maßnahmen der Basisnotfallnachsorge durch

Versorgungskapazität
Der Betreuungstrupp (Personalstärke 1 / 11) ist so ausgelegt, dass durch ihn allein rund 500 betreuungsbedürftige Menschen versorgt und betreut werden können.

Der Verpflegungstrupp

  1. errichtet und betreibt Küchen
  2. sorgt für Verpflegung von Betroffenen und ggf. Einsatzkräften
  3. veranlasst den Transport von Verpflegung
  4. gibt ggf. Verpflegung aus
  5. arbeitet eng mit der Truppe Betreuung zusammen
  6. stellt Logistik und Lagerung von Nahrungsmitteln

Versorgungskapazität
Der Verpflegungstrupp (Personalstärke 1/ 2 ) ist so ausgelegt, dass er

  1. 200 Menschen mit Kaltverpflegung und
  2. 100 Menschen mit Warmverpflegung versorgen kann


Feldküche im Einsatz: Der Verpflegungstrupp (Personalstärke 1/ 2 ) ist so ausgelegt, dass er 200 Menschen mit Kaltverpflegung und 100 Menschen mit Warmverpflegung versorgen kann


Wasserwacht-Einsatzfahrzeug an der Salzach


Rettungsboot der Wasserwacht


Deichabsicherung durch die BRK-Wasserwacht


Rettungsboot der BRK-Wasserwacht am Königssee


Jahrhundertwinter: Wasserwacht bei Dachräumarbeiten


Wasserretter im Einsatz


Rettungsschwimmer mit Leinensicherung


Rettungsboot der BRK-Wasserwacht


Patientenrettung nach einem Ertrinkungsunfall

Wasserrettungsdienst im Landkreis

Die BRK-Wasserwacht sichert Badegewässer aller Art ab. In Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Laufen stellen die Ehrenamtlichen der BRK-Wasserwacht je eine Schnell-Einsatz-Gruppe-Wasserrettung (SEG) .

Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Wasserwacht

Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) der Wasserwacht sind die Kernkomponente des Wasserrettungsdienstes. Sie werden bei Notfällen im und am Wasser alarmiert und setzen sich ausschließlich aus speziell geschulten Wasserwachtmitgliedern zusammen. Die ehrenamtlichen Helfer können zu jeder Tages- und Nachtzeit von der Rettungsleitstelle über Funkmeldeempfänger ("Piepser") alarmiert werden und fahren von der Rettungswache aus gemeinsam zum Einsatzort.

Die häufigsten Einsatzarten stellen die Rettung von Menschen aus fließenden oder stehenden Gewässern, die Rettung von ins Eis eingebrochenen Menschen, Totenbergungen aus Gewässern, die Suche nach Vermissten im und am Wasser, sowie die Bergung von Fahrzeugen und Gegenständen aus dem Wasser dar. Mitglieder einer SEG sind neben der regelmäßig zu wiederholenden Ausbildung zum Rettungsschwimmer (Rettungsschwimmabzeichen Silber/Gold, EH-Ausbildung) mindestens auch zum Wasserretter ausgebildet. Das heißt, sie haben die Ausbildung zum Sanitäter (SAN A+B) absolviert und auch einen wasserwachtspezifischen Sanitätskurs samt Abschlussprüfung abgelegt. Die praktische Ausbildung in fließenden bzw. stehenden Gewässern sowie eine Eisrettungsausbildung sind für alle Wasserretter obligatorisch. Außerdem haben sie eine Einweisung in den BOS-Funk und das Medizinproduktegesetz erhalten.

In vielen Fällen sind die Mitglieder von SEG´n auch zusätzlich zum Motorbootführer, Rettungstaucher, Einsatzleiter, Rettungsdiensthelfer oder Rettungssanitäter ausgebildet. Ausgerüstet sind die SEG´n mit Einsatzfahrzeugen (gewöhnlich Kleinbusse mit Sondersignalanlage), Motorrettungsbooten und Spezialausrüstung für den Wasserrettungsdienst (Neoprenanzüge, Luftflaschen, Rettungsbojen und Wurfsäcke, Eisrettungsschlitten, Rettungswesten, Handfunkgeräte usw.).

Zur Besatzung eines Wasserrettungsfahrzeugs (SEG) gehören mindestens drei Helfer, einer davon mit der Qualifikation eines SEG-Leiters. Zusätzlich sind ein Rettungsschwimmer und ein Rettungstaucher dabei. Regulär rücken mindestens fünf Einsatzkräfte aus. Die Fahrzeuge sind mit allen erforderlichen Geräten ausgestattet, die für Rettungseinsätze an Seen und Fließgewässern benötigt werden, darunter Schlauchboote, Druckluftflaschen für die Rettungstaucher, Rettungsrucksäcke entsprechend dem Landrettungsdienst und im Winter Eisrettungsschlitten. Bei Badewetter im Sommer und während der Eiszeit sind an den Wochenenden die bestehenden Wachstationen am Abtsdorfer-, Höglwörther- und Thumsee sowie in mehreren Freibädern besetzt. 2005 führte die Wasserwacht in Deutschland rund 50 Prozent der Wasserrettungseinsätze durch.

Eine eigene Canyon-Rettungsgruppe wurde in Zusammenarbeit mit der Bergwacht-Region Chiemgau zur Rettung von Wassersportlern aus Gebirgsbächen ins Leben gerufen. Binnen Minuten kann sich ein kleiner Bach bei Unwettern zu einem reißenden Strom entwickeln, der alles mit sich nimmt. Der Einsatz in wasserführenden Schluchten und Klammen erfordert sowohl wasser- als auch bergrettungsspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten.

Mitarbeit im Wasserrettungszug Oberbayern
Im Katastrophenfall stellen die drei mobilen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´en) der Kreis-Wasserwacht Berchtesgadener Land einen Tauchtrupp bereit, der als Bestandteil des Hochwasserrettungszugs Oberbayern in überschwemmten Gebieten wichtige Aufgaben bei der Menschenrettung und Sachgüterbergung übernimmt. Sie kümmern sich um die Versorgung und Evakuierung der vom Hochwasser betroffenen Bevölkerung, Bergungen, Deichrettung und die Absicherung anderer am Deich arbeitender Einsatzkräfte.


Strömgsrettung in der Saalach


Rettungsboot der BRK-Wasserwacht


Wasserwacht-Einsatzfahrzeug

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