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ANGER/RAMSAU/INZELL – Am Samstagmittag waren die Rettungskräfte zeitgleich bei drei Notfällen im unwegsamen Gelände gefordert, wobei insgesamt drei Helis zeitgleich im Einsatz waren. Während die Bergwacht Inzell und „Christoph 14“ zwei in Bergnot geratene Wanderer per 40-Meter-Tau vom noch immer winterlichen Zwieselsteig auf der steilen Nordseite zwischen Gamsknogel und Zwiesel ausflogen, mussten die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger am Högl eine schwer verletzte Radfahrerin retten und einen am Wagendrischelhorn schwer verletzten Freerider erstversorgen.

37-jährige verletzt sich bei Trail-Abfahrt am Högl schwer an der Schulter
Gegen 12.50 Uhr mussten der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes und die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger auf den Högl ausrücken, wo im Bereich des Sendemastens rund 15 Gehminuten von der letzten befahrbaren Straße entfernt eine 37-jährige Frau mit einem E-Mountainbike auf einer Trailstrecke durch den Bergwald gestürzt war und sich schwer an der Schulter verletzt hatte. Die Einsatzkräfte versorgten die Frau und brachten sie mit der Rad-Trage zu Fuß auf einer rund 50 Meter entfernte Lichtung, wo die nachgeforderte Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ landen konnte. „Christophorus 6“ flog die schwer Verletzte dann zum Salzburger Landeskrankenhaus. Neben den Bergwachten waren der Teisendorfer Rettungswagen und der Reichenhaller Notarzt im Einsatz.

27-jähriger Freerider überlebt am Wagendrischelhorn Zusammenprall mit Felsen
Zeitgleich versorgte die Bergwacht Teisendorf-Anger einen 27-jährigen Freerider, der bei der Abfahrt vom Wagendrischelhorn eine Bodenmulde zu spät erkannt hatte, mit einem Felsen kollidiert war und sich beim Aufprall schwer verletzt hatte. Die Bergwacht hatte auf der Alten Traunsteiner Hütte übernachtet, war bei einem Skitouren-Wochenende auf dem Hochplateau unterwegs und in direkter Nähe der Unfallstelle, versorgte den Mann medizinisch und forderte per Funk die zuständige Bergwacht Ramsau und den Waidringer Notarzthubschrauber „Heli 1“ nach. Der Pilot konnte in der Nähe des Patienten landen. Nach notärztlicher Versorgung wurde der Mann zum Salzburger Unfallkrankenhaus geflogen und ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Wanderer vom winterlichen Zwieselsteig ausgeflogen
Die Bergwacht Inzell und „Christoph 14“ mussten währenddessen zwei Bergsteiger vom Zwieselsteig auf der Nordseite zwischen Zwiesel und Gamsknogel holen. Einer der beiden Bergsteiger war aufgrund des steilen Geländes und der derzeit schwierigen Bedingungen blockiert und konnte weder vor noch zurück. „Christoph 14“ flog zwei Luftretter mit dem 40-Meter-Tau zur Einsatzstelle. Sie sicherten die Bergsteiger zu einem besseren Aufnahmepunkt, von dem sie dann vom Hubschrauber in zwei Flügen wieder ins Tal geflogen wurden. Insgesamt waren sieben Bergretter rund drei Stunden im Einsatz.