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Bergwacht und Wasserwacht aufgrund des schönen Wetters anhaltend gefordert

BERCHTESGADENER LAND – Das anhaltend schöne Wetter hat auch die Bergwachten und die Wasserwacht während der vergangenen Tage immer wieder gefordert.

Am 31. Mai gegen 11.15 Uhr brauchte ein internistisch erkrankter Mann mit Herzproblemen am Schrainbach medizinische Hilfe. Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versorgten den Patienten notärztlich und flogen ihn sitzend am Tau auf die Halbinsel Hirschau aus. „Christoph 14“ brachte den Patienten dann zur Klinik. Die BRK-Wasserwacht rückte zum Personal- und Materialtransport mit ihrem Rettungsboot aus. Gegen 14.40 Uhr wurden die Bergwacht Berchtesgaden und die Lawinenhundestaffel Chiemgau wegen eines Lawinenabgangs auf der Kleinen Reibn am Seeleinsee alarmiert. Die Einsatzkräfte suchten den Bereich per Heli ab, da kurz zuvor eine Gruppe mit fünf Menschen dort gesehen worden war; es wurde aber letztlich niemand verschüttet.  Am Abend musste die Wasserwacht Berchtesgaden noch eine 28-jährige Frau aus Hessen mit einer Knieverletzung versorgen und per Boot zusammen mit weiteren Wanderern von Salet zur Seelände bringen. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes brachte sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Am 1. Juni mussten die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ gegen Mittag einen erschöpften Wanderer per Heli von der Wasseralm in der Röth ausfliegen. Gegen 13.50 Uhr ging ein weiterer Notruf wegen eines gestürzten Wanderers mit Knieverletzung auf dem Weg zwischen Wasserfallalm und Aussichtspunkt ein.  Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte den Patienten und brachte ihn ins Tal.

Am Sonntag, den 2. Juni ging gegen 14 Uhr ein Alarm für die Reichenhaller Bergwacht wegen eines Wanderers mit Fußverletzung am Hochstaufen-Gratweg zwischen Mittelstaufen und Reichenhaller Haus ein. Die Besatzung von „Christoph 14“ konnte ihren Arzt im Schwebeflug an der Einsatzstelle aussteigen lassen, am Mittelstaufen landen, Arzt und Patient im Schwebeflug abholen und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall fliegen. Der Heli-Krankentransport  dauerte rund eine halbe Stunde.

Am Sonntag gegen 16.30 Uhr rückte ein Großaufgebot von Wasserwacht und Feuerwehr zur Königssee-Seelände aus: Eine einheimische Frau hatte am Echostüberl ihren Bruder als vermisst gemeldet. Der Einheimische wollte nur kurz zur Insel Christlieger schwimmen; sie sah ihren Bruder noch am Ufer stehen – als er aber nach einer dreiviertel Stunde immer noch nicht zurück war, schlug sie Alarm. Die Leitstelle schickte die Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall mit Einsatzleiter Wasserrettungsdienst sowie die Feuerwehr Königsee mit Kreisbrandinspektion, den Landrettungsdienst, den Hubschrauber und den Einsatzleiter Rettungsdienst an die Seelände. Ein Fußtrupp der Feuerwehr fand den Vermissten, als er sich gerade im Werftgelände der Schifffahrt ausruhen wollte, weshalb die nachrückenden Kräfte zum Teil noch auf der Anfahrt wieder umkehren konnten. Der Einheimische wurde noch kurz durch die ehrenamtlichen Wasserretter untersucht und dann unverletzt an die Polizei übergeben.

Am Montag gegen 12.30 Uhr mussten die Bergwacht Marktschellenberg und „Christoph 14“ einen auf einem Schneefeld gestürzten Wanderer auf dem Weg zwischen Toni-Lenz-Hütte und Eishöhle auf der Südostseite des Untersbergs retten. Die Heli-Notärztin und die Bergretter versorgten den am Kopf verletzten und flogen ihn liegend im Luftrettungssack am Tau nach Marktschellenberg ins Tal und später im Heli zur Klinik.

Gegen 16.50 Uhr musste die Reichenhaller Bergwacht zur Höllenbachalm ausrücken, wo ein 51-jähriger Bayerisch Gmainer mit seinem Radl gestürzt war und sich schwerer an der Schulter verletzt hatte. Die ehrenamtlichen Bergretter versorgten den Mann und fuhren ihn dann mit dem Bergrettungsfahrzeug über die Forststraße bis zur B305 hinunter, wo ihn Notarzt und Rettungswagen des Ruhpoldinger Roten Kreuzes übernahmen und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachten.

Am Montagabend mussten „Christoph 14“ und die Bergwacht Ramsau dann noch einen 63-jährigen Franken suchen und retten, der bei der Watzmann-Umrundung im Schnee steckengeblieben war. Der Mann war verhältnismäßig leicht bekleidet und allein unterwegs. Als er im Abstieg vom Trischübel ins Gries im Schnee steckengeblieben war, rief er seine Frau an. Da nicht genau bekannt war, wo sich der Mann befindet, mussten die Retter erst nach ihm suchen. Der Wanderer hatte es dann selbst bis zur Grieshütte geschafft, wurde aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und seiner nur spärlichen Ausrüstung mit dem Heli ausgeflogen.