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BERCHTESGADEN/SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Auch am Samstag und Sonntag waren die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ wieder für verletzte Bergsteiger im Einsatz.

Am Samstag gegen 11 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden wegen einer 50-jährigen Frau mit Kopfplatzwunde an den Königsbachalmen am Jenner ausrücken. Die Bergretter versorgten die Oberbayerin und fuhren sie nach Hinterbrand; von dort aus gings per Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Gegen 12.40 Uhr ging dann ein weiterer Notruf vom Hohen Göll ein: Ein 37-jähriger Mann hatte sich im Abstieg vom Hohen Göll rund 100 Höhenmeter unterhalb des Großen Archenkopfs so schwer am Fuß verletzt, dass er selbst nicht mehr weiterkam. „Christoph 14“ ließ Notarzt und Bergretter im Schwebeflug über die Kufe beim Patienten aussteigen. Während die Retter den Mann versorgten, landete der Heli am Hohen Brett, und holte von dort aus mit dem kurzen Sieben-Meter-Tau in zwei Aufzügen den Verletzten und die beiden Retter ab; eine Landung auf dem steilen Schneefeld oder Einsteigen über die Kufe mit dem Patienten wäre zu gefährlich gewesen. Der Heli flog dann alle in die Scharitzkehl aus – von dort aus gings für den Verletzten zum Salzburger Unfallkrankenhaus.

Am Sonntagmorgen musste „Christoph 14“ eine 60-jährige norddeutsche Urlauberin aus der Röth ausfliegen, die sich sehr schmerzhaft am Unterarm und Handgelenk verletzt hatte. Die Frau war bereits am Samstag von der Gotzenalm in die Röth gegangen und wollte eigentlich weiter aufs Ingolstädter Haus im Steinernen Meer, woraus wegen der Verletzung nichts mehr wurde. Die Heli-Crew schaffte es trotz des schlechten Wetters mit gebietsweise Starkregen und Gewitter in die Röth, nahm die Frau auf und flog sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall.