Internationale Hilfe


Suchhundeteams der Bergwacht im Auslandseinsatz


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Regelmäßig organisieren ehrenamtliche BRK-Helfer Hilfsgütertransporte ins Ausland



Grenzenlose Hilfe: BRK-Einsatzkräfte beim Busunglück am Dürrnberg (Österreich, August 2004)



Unterstützung wird bedarfsgerecht nach dem Maß des Leids bereitgestellt


Grenzenlose Hilfe



Der Grenzübertritt wird vereinfacht und Luftfahrzeuge können zum schnellen Transport eingesetzt werden


Internationales Komitee des Roten Kreuzes (IKRK bzw. ICRC)


Hilfe nach dem Erdbeben in Peru (August 2007)
Nicht nur bei Notfällen im Inland ist der BRK-Kreisverband Berchtesgadener Land zur Stelle;
Ehrenamtliche Mitarbeiter organisieren regelmäßig Hilfsgütertransporte nach Ungarn, und ausgewählte Einsatzkräfte der Gemeinschaften kommen bei Unglücken und Katastrophen in anderen Ländern zum Einsatz, wenn sie vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK, ICRC) angefordert werden. Unterstützung wird bedarfsgerecht nach dem Maß des Leids bereitgestellt (z. B. Suchhundeteam nach Erdbeben, Arzt zur medizinischen Versorgung nach Tsunami).

Grenzenlose Hilfe
Zur gegenseitigen Hilfeleistung bei Katastrophen und schweren Unglücksfällen hat die Bundesrepublik Deutschland ein internationales Hilfsabkommen mit dem Königreich Belgien, dem Königreich Dänemark, der Französischen Republik, der Republik Litauen, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Russischen Föderation, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Ungarn abgeschlossen. Danach können einzelne Fachkräfte, Hilfsmannschaften und Hilfsgüter entsandt werden. Der Grenzübertritt wird vereinfacht und Luftfahrzeuge können zum schnellen Transport eingesetzt werden. Weiterhin sind u.a. Regelungen über die Gesamteinsatzleitung, die Kosten, Entschädigungen und Schadenersatz getroffen.

Unabhängigkeit
Das Rote Kreuz ist eine humanitäre Organisation.
Der Begriff bezeichnet Organisationen und Gesellschaften nichtmilitärischen Charakters mit den Aufgaben der Rettung und Erhaltung menschlichen Lebens und der Versorgung der Menschen mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen. International werden sie NGO (Non Governmental Organisation = Nicht-Regierungs-Organisation) genannt.

Unabhängig von staatlichen Abkommen stehen die Rotkreuz-Helfer bei Katastrophen im Ausland zur Hilfe bereit, wenn sie vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK, ICRC), der dortigen Rotkreuz-Schwestergesellschaft oder staatlichen Einrichtungen angefordert werden. Es gibt heute Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in fast allen Staaten der Erde. In 150 Ländern auf allen fünf Kontinenten arbeiten Menschen nach den gleichen Grundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Diese weltumspannende Bewegung ist ein effektives Netz, das schnelle, angepasste und grenzenlose Hilfe ermöglicht.


Unabhängig von staatlichen Abkommen stehen die Rotkreuz-Helfer bei Katastrophen im Ausland zur Hilfe bereit, wenn sie vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK, ICRC), der dortigen Rotkreuz-Schwestergesellschaft oder staatlichen Einrichtungen angefordert werden



Ohne Spenden wäre keine Hilfe möglich



Verteilung von Hilfsgütern


Hilfsgütertransport


Ungarnhilfe

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist unabhängig. Wenn auch die Nationalen Gesellschaften den Behörden bei ihrer humanitären Tätigkeit als Hilfsgesellschaften zur Seite stehen und den jeweiligen Landesgesetzen unterworfen sind, müssen sie dennoch eine Eigenständigkeit bewahren, die ihnen gestattet, jederzeit nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu handeln.

Ohne Spenden wäre keine Hilfe möglich
Voraussetzung für eine effektive Hilfe im Ausland sind entsprechende finanzielle Mittel. Nach schweren Unglücken und Katastrophen im Ausland ruft das DRK über die Medien zu Spenden auf.

Der Unterschied zu vielen anderen Hilfsorganisationen: Es gibt heute Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in fast allen Staaten der Erde, die eng vernetzt zusammenarbeiten. Das Rote Kreuz muss Hilfsgüter nicht kostenintensiv über tausende Kilometer transportieren, sondern aktiviert Komponenten seines komplexen Hilfeleistungssystems im betroffenen Land oder in Nachbarländern. Das spart Spendengelder und Personal.

Zur Durchführung der ersten Hilfsmaßnahmen nach Katastrophen im Ausland setzt das Rote Kreuz neben erfahrenen Helfern unter anderem auch Fahrzeuge, Medikamente, Kleidung, Zelte, Wolldecken, Lebensmittel, Wasseraufbereitungsanlagen und ganze mobile Krankenhäuser ein. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert:

  1. Einsatz von Spezialisten der Gruppe Technik und Sicherheit, Suchhundeteams, Ärzte und Sanitäter, vor allem bei Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmungen, Waldbrände)
  2. Wiederaufbauhilfen durch Fachleute nach Katastrophen größeren Ausmaßes
  3. Entsendung von Nahrungsmitteln in Hungergebiete
  4. Nachhaltige Hilfe für Opfer der Katastrophe (u. a. Reha-Maßnahmen, orthopädische Versorgung )


Suchhundeteams der Bergwacht: Im Flugzeug zum Einsatzgebiet



Hilfe aus dem Ausland: Eishallenunglück in Bad Reichenhall (Januar 2006)



Suchhundeteam der Bergwacht


Hilfe für die Opfer bewaffneter Konflikte


Entwicklungshilfe


Suchhundeteams der Bergwacht


Im Auslandseinsatz


Suchhundeteam auf dem Weg zum Einsatz


Armut im vereinten Europa: Komitat Zala in Westungarn


Behindertenwerkstätte in Ungarn


Fahrzeugspenden


50 Hilfsgütertransporte an das Ungarische Rote Kreuz


Hilfestellung bei der Behandlung von Kindern in Bayerischen Spezialkliniken

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK, ICRC) wurde im Jahr 1863 als Reaktion auf Kriegsereignisse von fünf Schweizer Bürgern gegründet (darunter Henry Dunant). Das Komitee ist Gründungsmitglied der Internationalen Rotkreuz- und
Rothalbmondbewegung. Es ist eine unparteiische, neutrale und unabhängige humanitäre Institution. Sein Mandat wurde ihm von der internationalen Gemeinschaft anvertraut.

Es handelt als neutraler Vermittler zwischen Kriegsparteien auf Grundlage der vier Genfer Konventionen von 1949 und dem Zusatzprotokoll I von 1977. Es leitet und koordiniert die internationalen Hilfsmaßnahmen, die von der Rotkreuz-Bewegung in Konfliktsituationen durchgeführt werden. Als Förderer und Hüter des humanitären Völkerrechts besteht sein Anliegen im Schutz und in der Hilfe für die Opfer bewaffneter Konflikte, innerer Unruhen und anderer, durch innere Gewalt gekennzeichneter Situationen.

Zusatzprotokolle zu den Genfer Rot-Kreuz-
Abkommen ergänzen die Genfer Abkommen durch zusätzliche Bestimmungen zum Schutz der Zivilbevölkerung und zu Mitteln der Kriegführung.
Die von 1974 bis 1977 ausgehandelten Zusatzprotokolle wurden durch das Gesetz vom 11.12.1990 (BGBl. II, S. 1550) durch die Bundesrepublik ratifiziert.

Entwicklungshilfe
Auch das Bayerische Rote Kreuz führt seit vielen Jahren längerfristige Entwicklungshilfeprogramme mit Schwesterngesellschaften in einer Vielzahl von Ländern durch, vor allem in der Dritten Welt . Das Ziel ist, die nationalen Gesellschaften auf- und auszubauen und sie zur Wahrnehmung von Rotkreuz-Aufgaben zu befähigen, die den Bedürfnissen ihres jeweiligen Landes angepaßt sind (Hilfe zur Selbsthilfe).

Die Zusammenarbeit beinhaltet mehrere Aufgaben:

  1. Förderung der Basisgesundheitsdienste bzw. der Basisgesundheitsstationen zur medizinischen Betreuung besonders der notleidenden Bevölkerung
  2. Förderung der Basisarbeit, der Rotkreuz- Gruppen und des Rettungswesens
  3. Förderung der Rotkreuzstrukturen und ihrer Fähigkeit zur selbständigen und langfristigen Finanzierung
  4. Förderung der Blutspendedienste
  5. Mithilfe bei Katastrophenschutz-Vorkehrungen, um die jeweiligen Schwestergesellschaften in die Lage zu versetzen, im Katastrophenfall den Betroffenen Schutz und Hilfe zu gewähren


Die Projekte umfassen Bauvorhaben, Ausbildung des medizinischen Personals und Ausstattung mit Medikamenten und Ausrüstung sowie eine mehrjährige Nachbetreuung. Die Finanzierung erfolgt größtenteils durch zweckgebundene Spenden.

Hilfe in Ungarn
Im September 1991 übernahmen 20 oberbayerische BRK-Kreisverbände Partnerschaften mit den Rotkreuzverbänden von 20 Komitaten (Landkreisen) in Ungarn. Dem BRK-Kreisverband Berchtesgadener Land wurde Komitat Zala in Westungarn in der Nähe des Plattensees zugeteilt. Bis auf einige Städte und Thermalbäder (z.B. Heviz) hat dieses Komitat hauptsächlich eine minderbemittelte Landbevölkerung.

Unsere bisherigen Hilfsprogramme für die Ungarische Bevölkerung:

  1. Ungefähr 50 Hilfsgütertransporte an das Ungarische Rote Kreuz in Zalaegerszeg (Komitatssitz) zur selbständigen Verteilung an Bedürftige (z. B. Wohnungseinrichtungen, Bettwäsche, Haushaltsgeräte, Medikamente, Med.-Techn. Geräte, Pflegehilfsmittel, Baby-, Kinder- und Erwachsenenbekleidung, Kinderspielzeug und anderes).
  2. Unterstützung der umfangreichen ungarischen Rotkreuzarbeit (Betreuung von vier Obdachlosenheimen, zahlreiche Kleiderausgaben, Behindertenarbeit, Einzel- und Familienhilfen, Blutspendedienst, Wasserrettungsdienst)
  3. Ausbildung von Rettungsschwimmern
  4. Vermittlung von Saisonarbeitsplätzen in Deutschland
  5. Vermittlung von Deutschunterricht bei einem deutschen Lehrerehepaar in einem ungarischen Dorf
  6. Hilfestellung bei der Behandlung von Kindern in Bayerischen Spezialkliniken (Vogtareuth, Kinderherzklinik München)
  7. Vermittlung von Deutschunterricht bei einem deutschen Lehrerehepaar in einem ungarischen Dorf
  8. mehrere Fahrzeugspenden (ausgesonderte Einsatz- und Behindertenfahrzeuge), Ausbildungsgeräte und Wasserrettungsmittel
  9. Internationaler Austausch: Gemeinsame Treffen und Veranstaltungen von Jugendlichen (JRK/Ungarn/Slowenien) in Ungarn und im Berchtesgadener Land
  10. Besuch ungarischer Rotkreuz-Mitarbeiter in BRK-Einrichtungen im Berchtesgadener Land (Wissensaustausch).

Obwohl Ungarn mittlerweile zur EU gehört, sind weitere Hilfen dringend notwendig ( z. B. gute Baby- und Kinderkleidung, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Bügeleisen, Bügelbretter, Vorhänge, Wolldecken, Bettwäsche und Handtücher).



Grenzenlose Hilfe zwischen Österreich und Deutschland: Busunglück am Dürrnberg (Österreich, August 2004)


Internationales Schutzzeichen: Rotes Kreuz auf weißem Grund (abweichendes Seitenverhältnis zum DRK-Zeichen)


Internationales Schutzzeichen: Roter Halbmond auf weißem Grund


Internationales Schutzzeichen: Roter Löwe mit roter Sonne (Iran)


Internationales Schutzzeichen: Roter Kristall auf weißem Grund (drittes Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen)


Zivilschutzzeichen

Humanitäre Hilfe ist der Ausdruck spontaner Solidarität der Bevölkerung Deutschlands mit den von einer kurzfristig eintretenden Notlage betroffenen Menschen in anderen Staaten durch personelle, finanzielle und materielle Maßnahmen. Sie dient auch der Pflege der Beziehungen zu anderen Völkern und ist Teil der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Humanitäre Organisationen bezeichnet Organisationen und Gesellschaften nichtmilitärischen Charakters mit den Aufgaben der Rettung und Erhaltung menschlichen Lebens und der Versorgung der Menschen mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen. International werden sie NGO (Non Governmental Organisation = Nicht- Regierungs-Organisation) genannt.

Humanitäres Völkerrecht bezeichnet die Gesamtheit der Rechtsnormen, die dem Schutz des Menschen in bewaffneten Konflikten dienen. Das humanitäre Völkerrecht regelt das Verhalten der Konfliktparteien und der neutralen Staaten. Es setzt der Gewaltanwendung zur Niederwerfung des Gegners bestimmte Grenzen.

Zwecke des humanitären Völkerrechts sind vor allem:

  1. die Unterscheidung zwischen militärischen Zielen einerseits
  2. und Zivilpersonen sowie zivilen Objekten andererseits
  3. die Vermeidung überflüssiger Verletzungen oder unnötiger Leiden und
  4. das Verbot heimtückischer Methoden und Mittel der Kriegsführung

Schutzzeichen sollen den Schutz bestimmter Personen und Sachen in Konflikten sicher stellen. Nach den Genfer Abkommen und den sie ergänzenden Zusatzprotokollen wird u.a. das Zeichen des Roten Kreuzes zum Schutz von Sanitätseinheiten und -transportmitteln oder von Sanitäts- und Seelsorgepersonal oder Sanitätsmaterial verwendet. Dessen unbefugte Verwendung wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Zur Kennzeichnung von Zivilschutzorganisationen, deren Personal, Gebäude und Material sowie von zivilen Schutzbauten dient ein gleichseitiges blaues Dreieck auf orangefarbenem Grund.



Durch internationale Abkommen der Bundesrepublik mit den Anrainerstaaten wird im Einsatzfall der Grenzübertritt vereinfacht: Luftfahrzeuge können zum schnellen Transport der Retter eingesetzt werden