Der Suchdienst des Roten Kreuzes


In jüngster Zeit forschen in der Bundesrepublik sesshaft gewordene Flüchtlinge nach dem Verbleib ihrer Angehörigen

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Gefordert ist der Rotkreuz-Suchdienst bei Katastrophen, Konflikten und Flüchtlingselend in vielen Ländern
Mehr als 50 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges ist die Arbeit des Rotkreuz-Suchdienstes nach wie vor aktuell. In den ersten Jahren nach Kriegsende ging es hauptsächlich darum, das Schicksal von knapp zwei Millionen verschollenen Soldaten und Zivilgefangenen zu klären und die Familien zusammenzuführen.

Heute erstellt der Suchdienst in erster Linie amtlich brauchbare Gutachten, die zur Durchsetzung von Renten- und Versorgungsansprüchen wichtig sind. Außerdem müssen viele neue Suchanträge von Aussiedlern behandelt werden, die erst jetzt im Zuge der Familienzusammenführung aus den Ländern Ost- und Südosteuropas in die Bundesrepublik eingereist sind.

Gefordert ist der Rotkreuz-Suchdienst ferner bei Katastrophen, Konflikten und Flüchtlingselend in vielen Ländern. So forschen in jüngster Zeit inzwischen in der Bundesrepublik sesshaft gewordene Flüchtlinge nach dem Verbleib ihrer Angehörigen in Südostasien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Libanon, Polen oder der Türkei. Die Zahl dieser Suchanträge wächst ständig. Gegenwärtig sind es rund 80.000.

Die Nachforschungen nach Vermissten bearbeitet der Suchdienst in München, während sich die Hamburger Dienststelle der Familien-Zusammenführung annimmt. Über die Kreisverbände werden die Aufgaben an die jeweiligen Suchdienste weitergeleitet.