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Kreis-Wasserwacht Chef Rudi Schierghofer, sein Technischer Leiter Siegi Hauber und Jugendleiterin Elisabeth Bergner wiederholen die Berichte der vier Ortsgruppen und danken für Engagement und Zusammenarbeit

BERCHTESGADENER LAND/FREILASSING (ml/bat) – Die BRK-Wasserwacht war 2018 im Landkreis bei über 100 Einsätzen gefordert und hat nicht genau erfasste, unzählige ehrenamtliche Stunden geleistet. Kreis-Wasserwacht-Vorsitzender Rudolf Schierghofer, sein Technischer Leiter Siegi Hauber und Jugendleiterin Elisabeth Bergner wiederholten im Freilassinger BRK-Haus die Berichte, die bereits die vier Ortsgruppen Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf auf ihren eigenen Jahreshauptversammlungen vorgetragen hatten und dankten den Aktiven und allen Unterstützern für ihre Arbeit. Schierghofer wurde selbst mit der DRK-Ehrennadel geehrt; Jugendleitern Bergner und Schuldirektor Hans Metzenleitner mit der Wasserwacht-Medaille in Bronze.

Über 100 SEG-Einsätze mit Schwerpunkt am Königssee
Da die vier Ortsgruppen ihre Arbeit nicht einheitlich dokumentierten und bei ihren Jahreshauptversammlungen unterschiedlich aufbereitet präsentierten, konnte die Kreis-Wasserwacht bei der Jahreshauptversammlung keine zusammengefassten Einsatzzahlen und insgesamt geleisteten Stunden für den Landkreis präsentieren und nur die bereits in den einzelnen Orten präsentierten Daten wiederholen. Fakt ist aber, dass die ehrenamtlichen Wasserretter des Roten Kreuzes wieder sehr fleißig waren, zu über 100 Einsätzen mit ihren mobilen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) ausrücken mussten, und der Einsatzschwerpunkt wieder der Tourismus-Hotspot Königssee war. 

Die Ortsgruppe Bad Reichenhall leistete 1.200 ehrenamtliche Wachstunden im Sommer 2018, 680 Stunden in der Ausbildung, 230 Stunden bei Geräte-Wartungen, 320 Stunden beim Schwimm- und Krafttraining, acht Vermisstensuchen im ganzen Landkreis mit Schwerpunkt an der Salzach, musste einen Toten bergen, zwei Radfahrer von einer Sandbank retten, zwei Canyon-Einsätze absolvieren, 23 kleinere und größere Erste-Hilfe-Leistungen durchführen, eine  treibenden Kuh suchen und fünf Veranstaltungen absichern. Die Ortsgruppe besteht aktuell aus 364 Förderern und 35 Aktiven, von denen 26 Wasserretter, neun Rettungsschwimmer, 17 Bootsführer, 15 Wachleiter, sieben Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) drei Einsatzleiter Wasserrettung, fünf Signalmänner und sechs Rettungstaucher sind. Berchtesgaden besteht aus 1.050 Mitgliedern inklusive der Förderer und 40 Aktiven. Die stärkste Ortsgruppe im Landkreis leistete 96 Einsätze mit 670 Stunden. Die 21 Aktiven der Ortsgruppe Freilassing-Ainring leisteten 2.548 Stunden bei regulären Diensten, 763 Stunden bei externen Aus- und Fortbildungen und sonstigen Aufgaben, 182 Wachstunden in den Freibädern und 205 Stunden bei der Versorgung von Flüchtlingen in Freilassing, 31 Einsätze im Hausnotruf-Hintergrunddienst und fünf SEG-Einsätze. Die Jugendgruppe absolvierte an 39 Mittwochnachmittagen 780 Stunden. Laufen-Leobendorf leistete 865 Stunden beim Wachdienst am See, 150 Stunden zur Spendenbeschaffung, 1.500 Stunden in Aus- und Fortbildungen, zehn Erste Hilfe Leistungen, sieben bei akuten medizinischen Notfällen und vier Sachbergungen.

Neue Einsatzkräfte ausgebildet
Vorsitzender Rudi Schierghofer und der Technische Leiter Siegi Hauber bedankten sich bei allen aktiven Einsatzkräften, ihren Familien und den Partner-Organisationen und Gemeinden für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung und stellten wie bereits in den Vorjahren ausführlich die Arbeit und Aufgabenbereiche der Wasserwacht vor. Die Kreis-Wasserwacht bildete 2018 unter der Leitung von Christian Standl in einem modularen Lehrgang zehn neue Wasserretter mit dem Zusatz Fließwasserrettung für den Rettungsdienst im Landkreis aus. Von Ende 2017 bis Juli 2018 wurden auch fünf neue Taucher ausgebildet, die dann die Prüfung im Starnberger See bestanden. Darüber hinaus absolvierten zwei Wasserwachtler den Luftretter-Lehrgang. Die mit der Bergwacht Chiemgau gemeinsam betriebene Canyon-Rettungsgruppe besteht unverändert aus 22 Einsatzkräften – aktuell alles nur Männer, die sich über weibliche Unterstützung freuen würden und 2018 wieder zu ihrer Fortbildung in den Schluchten oberhalb des Gardasees unterwegs waren. 2018 fand auch ein gemeinsamer Übungstag der vier Ortsgruppen statt, die dabei ihre Koordination untereinander übten.

Neues Boot für den Abtsee und neues Fahrzeug für Bad Reichenhall
Aktuell stehen zwei große Neu-Beschaffungen an: Das alte Boot am Abtsdorfer See wird ausgetauscht und die Reichenhaller bekommen zum Jahresende ein neues Einsatzfahrzeug. Die Berchtesgadener haben bereits einen neuen Geräteanhänger erhalten. Für den Bereich Einsatz und Abrechnung zeichnet auf Landkreis-Ebene der Technische Leiter der Ortsgruppe Berchtesgaden, Franz Kurz verantwortlich.  Für die Jugendarbeit ist Elisabeth Bergner von der Ortsgruppe Bad Reichenhall zuständig. In ihrer Präsentation stellte sie sehr ambitioniert die Aktivitäten der einzelnen Jugendgruppen vor, denen es vor allem darum geht, Buben und Mädchen möglichst früh für die Arbeit der Wasserwacht zu begeistern und mit Präventionsarbeit und Schwimmunterricht Ertrinkungsunfällen bei Kindern vorzubeugen. Bergner freute sich, dass sich die Jugendgruppe der Ortsgruppe Freilassing-Ainring 2018 trotz des fehlenden Badylons von fünf auf zehn Kinder verdoppelt hat und Laufen-Leobendorf eine neue Jugendgruppe mit 19 Kindern gegründet hat, wobei 2019 fünf Mädchen zum Wasseretter ausgebildet werden sollen. Kreis-Wasserwacht-Chef Schierghofer, der mit seinem Schulschwimmwettbewerb und als Rettungsschwimmausbilder und Schwimmausbilder seit Jahrzehnten aktiv gegen den Ertrinkungstod arbeitet, kritisierte wie bereits in den Vorjahren, dass der Erwerb der Rettungsschwimmabzeichen weiter rückläufig ist. Landrat-Stellvertreter Helmut Fürle lobte Schierghofer für seine landkreisinterne Siegerehrung seit 30 Jahren.

Viel Lob fürs Ehrenamt
Schierghofer ist selbst seit über einem halben Jahrhundert ehrenamtlich in der BRK-Wasserwacht aktiv, wofür er von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt mit der DRK-Ehrennadel ausgezeichnet wurde. Jugendleiterin Elisabeth Bergner und Hans Metzenleitner, der Rektor der Grund- und Mittelschule Bischofswiesen, bekamen für ihre Verdienste und besonderen Leistungen für die BRK-Wasserwacht von der Bezirksvorsitzenden Birgit Moosbauer die Wasserwacht-Medaille in Bronze. Metzenleitner und sein Team unterstützen seit Jahren den Schulschwimmwettbewerb der Wasserwacht. Mehrere Ehrengäste dankten der BRK-Wasserwacht in Grußworten und im persönlichen Gespräch für die gute Zusammenarbeit und ihre unentgeltliche Arbeit, darunter Landrat-Stellvertreter Helmut Fürle, Jörg Schneider, der stellvertretende Leiter im Fachbereich Öffentliche Sicherheit des Landratsamtes, der dritte Bürgermeister von Saaldorf-Surheim, Franz Hagenauer, Bad Reichenhalls neuer Polizeichef Peter Huber und Laufens Polizeichef Erwin Wimmer, Kreisbrandrat Sepp Kaltner, der Vize-Präsident der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) im Land Salzburg, Karl Kreuzhuber, der Teisendorfer Ortschef der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Gustl Hacker und sein Technischer Leiter Felix Uxa, Wasserwacht-Bezirksvorsitzende Birgit Moosbauer, BRK-Chefarzt Dr. Franz Leipfinger und der Bischofswiesener Schuldirektor Hans Metzenleitner.